Kostengünstiger Wohnungsbau in Chemnitz, Ideenwettbewerb    
               

Städtebau
Verbindung der infrastrukturellen Vorteile städtischen und stadtnahen Wohnens mit den Qualitäten individuellen Wohnens, die allgemein nur dem "freistehenden Einfamilienhaus" zugetraut werden, in verdichteten flächigen Siedlungsstrukturen: Reihenhaus- oder Teppichsiedlungen mit minimierten Grundstücksflächen

geordnetes Erschließungssystem: befahrbare, aber minimierte Wohnwege mit versteckten Wendemöglichkeiten auf Quartiersplätzen; ruhender Verkehr wird dezentral gebündelt

grüne Ausgleichsflächen bleiben für gemeinschaftliche urbane Aktivitäten frei, Gemeinschaftshaus

ökonomische Flächenbilanz, der umliegende Landschaftsraum wird nicht berührt; à der Anschluß an das gut ausgebaute städtische ÖPNV-Netz vermeidet zusätzlichen Individualverkehr

wo Siedlungsbausteine an Verkehrsadern grenzen, sind die Standortbedingungen für die Verbindung von Wohnen und Arbeiten, nichtstörendes Gewerbe, gegeben; somit wird Monostruktur vermieden

Wohnumfeld
Das Haus steht auf dem eigenen Grundstück.

Der offenere Bereich Wohnen und Essen im Erdgeschoß hat über einen ebenerdigen Ausgang den direkten Bezug zur "eigenen Scholle". Die abgeschlossenen Individualräume befinden sich im Obergeschoß.

Trennung von intensiv genutzter Privatsphäre und selbstbestimmter Gemeinschaft im urbanen Spannungsfeld des Bausteins, des Quartiers oder der Stadt

je nach Dichte und Grundstücksgröße sorgen Sichtschutzelemente für die notwendige Privatheit (von Mauerzungen neben Terrassen bis zu der vollständigen Ummauerung des Gartenhof-Hauses)

Dachterrassen ergänzen als zusätzliche Elemente das Angebot an privaten Freiflächen

die großflächig transparente Holz-Glas-Fassade verbindet Innen und Außen - den herkömmlichen Wohnraum mit dem jeweils zugeordneten privaten "Freiluft-Zimmer" - zu einer neuen Wohnqualität à

Ein angemessener Grad an Introvertiertheit der Häuser ermöglicht ein hohes Maß an individueller Wohnqualität, innerhalb der verdichteten Siedlungsstruktur.

 
     
    Ideenwettbewerb 2000

Thomas Schindler
Steffen Lukannek
Mitarbeit:
Mark Schneider